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  • : 15/10/1987
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  • : Björn in Canada...
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Monday 31 august 2009
Kennt ihr das Gefuehl man wacht auf und der schoenste Traum seines Lebens scheint vorbei? Mir ging es an diesem Montagmorgen so. Die letzten beiden Tage habe ich zwar innerlich schon Abschied genommen, doch am Morgen des Abflugtages geht es einem trotzdem nicht gut. Zu schoen waren die letzten Monate. Zu freundllich die Menschen und zu gut die Erfahrungen, die ich hier machen durfte. Ob ich mich veraendert habe, weiss ich nicht. Das muessen andere Menschen beurteilne, doch ich glaube, dass ich nun weiss, wo mein Weg hinfuehren kann. Ich muss nur die Richtigen Wege nehmen. Ich habe zudem mein Bewusstsein aufgefrischt und bin erwachsener geworden. Ich habe gelernt, was es heisst auf sich alleine gestellt zu sein und habe es aus meiner Sicht gut bewaeltigt. Es ibt nicht, dass ich bereue und ich wuerde diese Reise nochmal genauso machen. Ich wuerde die ertsen Tage in Toronto leben und dann reisen, auf einer Farm arbeiten, auf der ich eine sher nette Familie und Emma kennengelernt habe. Ich wuerde in den kalten Norden zu Jen und Gerald reisen. Ich wuerde in Vancouver Marathon laufen und und und...
Mein Englisch bedarf weiteren Verbesserungen, doch auch damit bin ich zufrieden. Ich bin in der Lage mit jedr Person mich ueber alle Themen relativ fluessig zu unterhalten. ich verstehe alles und geniesse es Englische Filme und Buecher (circa 15 waren es in Canada) zu lesen.

Am Samstag, einem erneut sonnigen Tag in Toronto habe ich Bill Clinton gesehen. Auch dem Weg dorthin habe ich zwei Oesterreichern noch den Weg zum Fort York erklaeren duerfen. Es tut gut, wenn man als stranger doch schon irgendwie hier zu Hause ist und genau sagen kann, wo was in Toronto ist.
Bill hat auf der "Ex" gesprochen. Dies ist eine kleinere Ausgabe des Bad Kreuznach Jahrmarkts.
Bill Clinton hat viel von seiner Organisation gesprochen und hat diverse Beispiele gebracht, was man alles erreichen kann. Es war sicherlich keine Rede, die in die Geschichtsbuecher eingehen wird, doch fuer mich persoenlich war es gut einen ehemaligen Praesidenten zu hoeren, der mir mit soviel powervollen Worten sagte, wie er seinen Weg gemeistert hat. Er meinte, dass wir, die jungen Leute bei der Wahl des Berufes genau das machen sollen, was unser Herz sagt. Hoffentlich werde ich diesem Ratschlag folgen.

Auf dem Weg zurueck fing der Wehmut an. Beim Blick auf das Wasser konnte ich schonmal sentimental werden, doch ich konnte meine Traenen zurueckhalten. Ich hatte nur noch zwei Gedanken im Kopf:
"Ich will hier nicht weg, ich will in dem schoenen Canada bleiben" und" Ich komme wieder, ganz sicher, ich komme wieder!"

Ich hoffe es wirklich. Im Berufsleben oder im Urlaub bleibt offen.
Die Welt steht mir doch offen und ich bin dankbar dafuer. Wir alle sollten dankbar fuer die freie Wahl unseres Lebens sein. Wir muessen nicht Tag fuer Tag davor Angst haben kein Essen auf dem Tisch zu haben und keine Moeglichkeit zu haben an frisches Wasser zu kommen. Nicht jeder hat die Moeglichkeit so frei und unbeschwert durch Canada oder ein anderes Land zu reisen. Danke fuer die Familie und Freunde, die immer hinter mir standen und stehen. Das Reisen macht es nur noch leichter mit euch!

Jetzt ist der Tag also da. Salina holt mich in knapp 90 Minuten am Hostel ab und dann machen wir uns auf zum Flughafen. Mein Flug geht 25 Minuten spaeter als geplant, doch das ist kein problem. ich besorge jetzt noch ein, zzwei Kleinigkeiten und werde dann meine Sachen nehmen und losmaschieren.
Eine neue Reise beginnt...

Vielen Dank

Euer

Bjoern
By Björn
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Monday 31 august 2009
Hier die Nominierungen der Bjoerni-Awards 2009:


Bestes Hostel:                                                    Schlechtestes Hostel:

HI-Toronto                                                             HI-Fredericton
HI-Washington D.C.                                            HI-Ottawa
The L-Hostel NYC                                               Dundas-Square
HI- Cape Breton Island                                       HI-St.John's
HI-Charlottetown                                                  Neill-Wycik Toronto

And the Bjoerni goes to HI Cape Breton I.     And the Bjoerni goes to HI-Ottawa
Thanks Kat!

Schoenste Stadt in Canada:                            Haesslichste Stadt:
           
Vancouver                                                              Winnipeg
Toronto                                                                   Calgary
Ottawa                                                                  Kamloops
Halifax                                                                     Niagara-Falls
Victoria                                                                    Muncton

Winner: Toronto                                                  Winner: Winnipeg

Lieblingsprovinz:                                                Schoenste Stadt in den USA:

Ontario                                                                   Boston
Nova Scotia                                                          Washington D.C
B.C                                                                         San Francisco
Alberta                                                                   Chicago
New Foundland/Labrador                                 Portland

Winner: Nova Scotia                                           Winner: Washington D.C.

Lieblingsessen:                                                 Bester Kinofilm auf meiner Reise:

Pasta                                                                     The Reader
Life cereals                                                          Angels and Demons
Bagels                                                                   Doubt
Donuts                                                                  Julia and Julie
Muffins                                                                   Ingloriuous Bastards

Winner: Pasta                                                      Winner: The Reader

Tageszeitung:                                                      der Ort an dem ich leben moechte:                          

Toronto Star                                                          Banff
NY Times                                                              Vancouver
The Globe and Mail                                             Annapolis Valley
Metro                                                                      Toronto
Washington Post                                                 Ottawa

Winner: NY Times                                               Winner: Toronto

Sonderaward fuer die netteste kanadische Familie: Family Bridge from Middleton

Sonderaward fuer die Person, die mir am meisten ans Herz gewachsen ist: Salina

Sonderaward fuer die Person, die mir die besten Lebensimpulse mitgegeben hat: Lucy

Sonderaward fuer meinen Lieblingscouchsurfing-buddy: Kat

Herzlichen Glueckwunsch an alle Gewinner!
By Björn
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Saturday 29 august 2009

Mir geht es schon besser. Der Saft, den ich mir im Drogeriemarkt gekauft habe, scheint zu wirken. Am Freitag gab es wirklich nichts besonderes. Zunaechst habe ich gefruestueckt, meine Medizin genommen und mich dann ins Bett gelegt. Am Mittag habe ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten und bin nochmal in die Stadt. Dort habe ich noch ein, zwei souvenirs eingekauft und mir im Supermarkt Tee und Suppe mitgenommen. Das Treffen mit Carly musste ich leider absagen, doch wir haben uns nochmal fuer Sonntag verabredet.

Am heutigen Samstag stehen zwei Aufgaben an: Bill Clinton sehen und zuvor den Computer verkaufen. Deshalb werde ich erst in Deutschland von meinen beiden letzten Tagen in Toronto berichten koennen.
Ich bedanke mich daher jetzt schonmal bei euch fuer eure Treue. Es hat wirklich Spass gemacht euch von meiner Reise zu berichten. Ich hoffe, dass ihr ebenfalls Spass an meinen berichten hattet.
Danke!!

Hier die Nominierungen der Bjoerni-Awards 2009:


Bestes Hostel:                                                    Schlechtestes Hostel:

HI-Toronto                                                             HI-Fredericton
HI-Washington D.C.                                            HI-Ottawa
The L-Hostel NYC                                               Dundas-Square
HI- Cape Breton Island                                       HI-St.John's
HI-Charlottetown                                                  Neill-Wycik Toronto

Schoenste Stadt in Canada:                            Haesslichste Stadt:
           
Vancouver                                                              Winnipeg
Toronto                                                                   Calgary
Ottawa                                                                  Kamloops
Halifax                                                                     Niagara-Falls
Victoria                                                                    Muncton

Lieblingsprovinz:                                                Schoenste Stadt in den USA:

Ontario                                                                   Boston
Nova Scotia                                                          Washington D.C
B.C                                                                         San Francisco
Alberta                                                                   Chicago
New Foundland/Labrador                                 Portland

Lieblingsessen:                                                 Bester Kinofilm auf meiner Reise:

Nudeln                                                                  The Reader
Life cereals                                                          Angels and Demons
Bagels                                                                   Doubt
Donuts                                                                  Julia and Julie
Muffins                                                                   Ingloriuous Bastards

Tageszeitung:                                                      der Ort an dem ich leben moechte:                          

Toronto Star                                                          Banff
NY Times                                                              Vancouver
The Globe and Mail                                             Annapolis Valley
Metro                                                                      Toronto
Washington Post                                                 Ottawa

Sonderaward fuer die netteste kanadische Familie: Family Bridge from Middleton

Sonderaward fuer die Person, die mir am meisten ans Herz gewachsen ist: Salina

Sonderaward fuer die Person, die mir die besten Lebensimpulse mitgegeben hat: Lucy

Wer den Bjoerni erhaelt werdet ihr in den naechsten Tagen erfahren.
Wie gesagt, wenn ich den PC verkaufen kann, werde ich euch erst wieder in Deutschland schreiben koennen. Alle Tage werden nachgeliefert.
Ansonsten lande ich am Dienstag morgen. Fuer genauere Daten koennt ihr mich gerne kontaktieren.

Liebe Gruesse

Euer

Bjoern

By Björn
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Friday 28 august 2009

TWT

Der Dienstag begann so, wie eigentlich jeder Morgen im Hostel angefangen hat. Nach meinem Freustueck, dass zumeist aus cereals besteht, von denen ich mir nur einen Sorte gekauft habe, jedoch 4 besitzte, da drei geschlossene Packungen im "free-food"-Fach standen. NAch dem Freusteuck und dem Kaffee aus Kolumbien bin ich nach oben in den Auenthaltsraum, indem auch ein Billardtisch steht und habe meine emails gecheckt und ein wenig geskypt.
Danach folgte eine Trainingseinheit, die es wieder in sich hatte. Die 20 Kilometer, die ich in 1h41min rannte liessen meine Wochenzahl von gelaufenen Kilometern auf 50 Kilometer steigen. %0 Kilometer in drfei Tagen ist ein ganz gutes Pensum, wenn man daran denkt, dass in knapp fuenf Wochen schon mein fuenter Marathon ansteht. Die Strapazen, die mich dort erwarten werden wieder guet Strapazen sein. Meine Form zeigt eindeutig nach oben. Ob es fuer eine Zeitverbesserung reichen wir weiss ich nicht. Doch dies ist auch nicht mein primaeres Ziel in Muenchen. Mein Ziel ist das Ziel und bekanntlich ist der Weg dieses. Einen weiten Weg habe ich hinter mir. Tausende Kilometer bin ich nun schon gereist und ein neues Ziel, neue AUfgbane stehe mir bevor. Werde ich diese meistern keonenn? Ist das Leben nicht ein Marathonlauf? Gibt es nicht auch im Leben Situationen, indenen man den Hintern zusammenkneifen muss und bei dem Gang durch die Hoelle weitergehen muss?
Ich bin nach meinem Lauf zwar nicht durch die Heolle gegangen, sondern zunaechst unter die Dusche und dann in die Stadt. Auf dem Einkaufszettel standen einige Souvenirs, doch eigentlich bin ich nur fuer mich fuendig geworden. Es gab einige Dinge, die ich in Deutschland gebraucht haette und es mir hier einfach ermoeglichen sie guenstiger zu erwerben.
Als ich auf meinem Weg die Yonge St. am Yonge-Dundas Square vorbeigekommen bin habe ich viele Anstehschlangen gesehen. Ich habe mich gefragt, was dort wohl los ist und habe gesehen, dass kostenlos Eistee, Frauenrasierer und Pizza herausgegeben wurde. Ich habe mich in eine Schlange angestellt und einige Sachen abgegriffen. Ich habe einen Typen getroffen, der gar nicht wusste, fuer was er sich anstellte, sondern einfach mal in die Reihe gegangen ist. Das war vielleicht bekloppt. So ging das den ganzen Tag. Ich brauchte mir nichts zum Trinken kaufen, denn wenn ich Durst hatte bin ich einfach zum Square gegenueber des Eaton Centre und habe mir meine Dose oder Flasche mitgenommen. Alle Maenner sind am Ende mit Frauenrasierern herumgelaufen und konnten die anderen Geschenke kaum festhalten. Das ist es, was Kanada manchmal eben doch amerikanisch macht. Diese Aktionen tragen eindeutig den Stempel USA. Doch irgendwo ist es mir ebenfalls sehr recht an einem heissen Sommertag, den wir hier in Toronto erneut hatten, eine einkalte Erfrischung zu erhalten.
Nachdem ich ebenfalls alles erstanden hatte, was ich auf dem square bekommen wollte, bin ich auf der Yonge St. weiterspaziert. Ich war weiterhin auf der Suche nach souvenirs. Doch sorecht wollte mir nichts einfallen. Ich moechte nicht umbedingt typische Mitbringsel erstehen und importieren, doch ganz werde ich wohl nicht vorbeikommen. Zumindest hat der erste Blick mir schonmal die Augen geoeffnet und ich habe schon einen groben Plan, was ich fuer wen mitbringen moechte. Nach jetztigem Stand wird das Hauptproblem alles unterzubringen. Den Pfannenwok, den ich mir fuer $12 erstehen wollte muss aus Platzgruenden in Kanada bleiben, genauso wie die Teller, die in Zebramuster sicherlich aussergewohnlich gewesen waeren, aber nicht fuer mich bestimmt waren.
In Chinatown war ich natuerlich an diesem Tag auch. Ich ahbe mir neue cranberrys mitgenommen, die mir meine Schwester auf dem Markt empfohlen hat. DIe sind aber auch lecker. Mein Geldbeutel war in dem Geschaeft so voll mit pennys, dass ich die Verkaeuferin fragte, ob ich nicht alles mit diesen bezaehlen koenne. Sie hat sich sogar gefreut, weil sie welche brauchte. So habe ich 76cent in pennys bezaehlt. Es war eine echte Erleichterung fuer mich und meinen Geldbeutel. Solche Gelderleichterungen nimmt man doch gerne in Kauf.
BAld darauf war es auch schon 5.30pm. Zeit, um Salina von der Arbeit abzuholen. Ich war schon zimlich muede und meine Augen waren gar zugefallen, als sie gegen 5.40pm aus dem MEC herauskam und mich begresste. Wir sind zur Harbourfront gegangen und haben nochmal einige Zeit miteinander verbracht. Sie ist es wohl, die ich am Meisten vermissen werde. In Nordamerika ist man zwar schnell ein "friend", "buddy" or whatever, aber Salina ist wirklich in den letzten Monaten ein echter Freund fuer mich geworden, die immer fuer mich da war.
Wir sind schon bald darauf weitergelaufen zum Rainbow cinema. Bereits am Sonntag hatte ich die Karten fuer uns geholt. Am Two-Toonie-Tuesday war die Vorstellung von "Inglorious Bastards" natuerlich ausverkauft. Ich bin froh den Film in ENglisch gesehen zu haben, denn es wurde erstaunlich viel Deutsch gesprochen, was ich in der deutschen Version wahrscheinlich nicht mitbekommen haette. Darum empfehle ich euch auch, wenn ihr irgendwie die Moeglichkeit habt den Film zu sehen, ihn in der Originalversion zu schauen. Doch der Film ist zimlich freaky und ein echter Quentin Tarantino. Es ist sicherlich nicht sein bester Film, doch sehr gut anzusehen. Salina musste sich bei den blutigen Szenene immer die Augen zuhalten, da sie nicht sehen konnte, wie die Kopfhaut abgeschnitten wurde.
Gegen kurz vor 10pm war der Film aus und ich habe Salina noch zur U-Bahn auf der King St. gebracht. Wir haben uns verabscheidet und ich bin zurueck ins Hostel, um mir noch ein paar Nuedeln mit Gemuese zu kochen. Bald darauf bin ich auch schon ins Bett gegangen.
Natuerlich mit Gedanken an Oma, der ich eine wunderschoene Woche auf Borkum wuensche!

Am Mittwoch waren meine Beine sauer. Die Anstrengungen der letzten Tage waren doch deutlich zu spuehren. Deshalb bin ich an diesem Morgen nach dem Fruestueck nicht laufen gegangen, sondern habe meinen Rucksack ausgeraeumt und bin losmaschiert und in einen der gelben Busse gesteigen, die Mama soviel ueber die Stadt erzaehlt haben. Eigentlich ist das Ticket ja nur eine Woche gueltig, doch mit meinem Verhandlungsgeschick konnte ich auf den Bus aufspringen und bei offenem oberen Deck zum Casa Loma fahren. Ich hatte ein komisches Gefuehl in der Magengrube, denn ich wusste, dass dieser Weg zum Casa Loma die Verabschiedung mit Lucy sein wuerde. Dies gibt mir die Gelegenheit "Danke" zu sagen. Danke Lucy fuer die wunderschoene Zeit mit dir. Ich bin so dankbar, dass sich unsere Wege gekreuzt haben. Du hast mir immer wieder neue Impulse auf meinem Weg durch Canada gegeben und mir gezeigt, was es bedeutet hier zu leben. Was es bedeutet so zu leben, wie man es selbst will. Es faellt mir schwer dies in Worte zu fassen, doch ich denke, du weisst was ich meine. Deine Worte werden mir genuegend Selbstvertauen geben, um die naechsten Jahre anzugehen. Danke!
So bin ich also bei Lucy angekommen. Ich habe ihr drei Fotos von mir gschenkt und sie umarmt. Ich wollte sie nicht aufhalten, denn sie war im Reisestress, was ich naterluch verstehen kann. Ich hoffe sie bald wieder zu sehen und wuensche ihr das Beste fuer ihre Zukunft.
Zurueck in die Stadt habe ich wieder den gelben Doppeldecker vom Casa Loma aus genommen. Es war so langweilig. Die Person am mic erzaehlte und erzaehlte und nachdem ich sie dreimal korrigiert hatte, bin ich am Roger Centre ausgestiegen und nochmal zur Universitaet gelaufen. Im Buchladen habe ich wieder viel zu viele Dinge fuer mich selbst eingekauft. Die Buecher hier sind zwar kaum bezaehlbar, doch die Erinnerungen an die Aknadazeit sind unbezahlbar. So habe ich mir noch merchandising stuff von der "U of T" mitgenommen. Damn...ich muss hier raus. Meine sis hat mich angesteckt. Fuer mich selbst werde ich mir baer noch Englischbuecher mitnehmen, denn die sind ja schliesslich in Deutschland nicht so guenstig.
Nach meinem erschoepfenden Einkaufsbummel bin ich zur Waterfront und habe mich in der Sonne gebraeunt. Zumindest habe ich es versucht, aber meine Haut laesst ja keine richtige Braeune zu. So habe ich dabei auch noch Fitnessuebungen gemacht und den Bootsbesitzern zugeschaut. Toronto hat schon auch nette Schiffchen zu bieten. Natuerlich ist es ein tolles Hobby ein Boot zu haben, doch mal ehrlich, wer braucht ein Boot, um gluecklich zu sein?
Eiegntlich wollte ich mich an diesem Tag schonen, doch gegen 5pm haben mich meine Beine zurueck zum Hostel gefuehrt und ich konnte nicht wiederstehen sie beim Joggen auszufuehren. Mein Lieblingsfortbewegungsmittel hatte mich wieder im Bann. Als ich beim runnungRoom vorbeigekommen bin habe ich gesehen, dass sie heute Training ahben und habe mich ihnen angeschlossen. Nach 20 Minuten zum RunningRoom und weitere 20 Minuten mit ihnen zum Stadion sollte das eigentliche Training erst losgehen. Mit 8 Kilometern schon in den Beinen haben sie gesagt, dass sie 6x800m laufen wollen. Dazwischen sollte die Haelfte der Zeit Pause gemacht werden. Also jemand, der 4 Minuten fuer die 800 Meter brauchen wuerde, muesste 2 minuten zwischen den Laeufen pausieren.
Ich muss zugeben, dass mein Tempotraining in den letzten Marathonvorbereitungen quasi nicht stattgefunden hat, weil ich auf dem Gebiet trainingsfaul bin. Doch diesmal wollte ich mich druchbeissen. Steve, den ich noch von der ersten Trainingseinheit mit dem RunningRoom kannte, sagte mir, dass er etwa 3:29-3:39 laufen muss. Diese Zeit sei auf seine Marathonzeit angeglichen, die bei circa 3:38h liegt. Ich wusste also, dass ich etwa 3:15-3:20 laufen muesste, fuer meine Marathonzeit von 3:27h. Meinen Lauf begann ich in einer Gruppe. John, ein Schotte, der nach Toronto mit 10 Jahren immigriert ist, schoss vorne weg und eine Gruppe von eineigen Lauefern inklusive mir hinterher. Ich ueberholte saemtliche Laeufer bis auf John und ueberquerte nach 3:03min die Ziellinie. JEtzt galt es diese Zeit zu wiederholen. Es klappte erstaunlich gut und ich rannte in den naechsten ALeufen immer zwischen 3:00-3:03min. Also wirklich regelmaessig. John und ich hatten als erstes unsere 6 LAeufe absolviert. Eigentlich waren wir schon kalt, als wir uns dazu entschlossen einen siebten Lauf zu machen. Das ist doch auch, was meine neue Lebenseinstellung ausmacht. Vor ein paar Jahren haette ich beim 4. oder 5. Lauf aufgegeben, doch nun versuche ich immer ans Maximum zu gehen und habe es in diesem Fall sogar getoppt. Mein letzter Lauf war der Schnellste. ich brauchte 2:56min, was ein ganz guter Wert ist. Im Internet habe ich ich nachgelesen, dass diese Zeit fuer Marathonlaeufer mit 3:20h sei. Das hat mich sehr gefreut.
Ich bin mit Rob, einem Mann in seinen besten Jahren, in einem schnellen Tempo zurueckgelaufen zum RunningRoom und habe so alles aus meionem Koerper herausgeholt. Mit Steve habe ich danach noch ein Paar Minuten dagestanden und erzaehlt. Er hat mir die Seite mcmillanrunning.com empfohlen, auf der ich die Trainingszeiten finde.
Danach bin ich erneut 20 Minuten zurueckgejoggt und die Wochenkilometeranzahl auf 70 Kilometer hochgeschraubt.
Zurueck im Hostel habe ich gekocht und danach gegessen. Dort bahnte sich schon an, was sich am naechsten Morgen bestaetigen sollte: Ich war krank.

Am Donnerstagmorgen bestaetigte sich das, was ich bereits am Mittwochabend befuertet hatte. Mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten begann der Morgen doch denkbar schlecht. Ich habe Salina geschrieben, dass der geplante geminsame Lauf nicht moeglich ist und habe den Rest des Morgens im Bett verbracht. Als ich gegen 1pm wieder aufgewacht bin, habe ich mich angezogen. Nach dem Essen bin ich in die Stadt und habe mir Xtra starke Medikamente gegen die Bekaempfung der Grippe geholt. Hoffentlich ist es bis am Dienstag wieder gut.
In der Stadt konnte ich nicht lange laufen, denn schnell war ich erschoepft. So habe ich mich nur hingelegt und wieder geschlafen und geschlafen und Briefe geschrieben und geschlafen.
Nach dem Essen habe ich genau, geschlafen und werde es wohl auch den ganzen Freitag machen muessen. Doch am Freitag treffe ich mich auch noch mit Carly, einer Freundin einer Freundin.
Wuenscht mir gute Besserung.

Euer

Bjoern
By Björn
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Tuesday 25 august 2009
Der Montag war also da. Der Start in meine letzte Woche. Der Start zum Abschluss eines Lebensabschnittes, den ich wohl ein Leben lang in meinem Geist und Herzen tragen werde.
Getragen habe ich an diesem Morgen zunaechst mal mich selbst. Der erste Gang ging in den Keller, um mir mein Fruestueck, dass aus drei verschiedenen cereals bestand, zusammenzumixen. Heisser Kaffee und kalte Milch liessen meine STimmung und meinen Puls steigen. In den news, die ich mir zu meinem Fruestueck ansah, gab es nichts aussergewoehnliches. Ein Reality-show-couple wurde umgebracht, doch die Sendung laeuft wohl weiter. Der Frau wurden die Finger abgeschnitten und die Zaehne entfernt. Der wirklich normale Wahnsinn in der Welt der USA. Die Sendung laeuft uebrigns weiter.
Nach einer gewissen Zeit vor dem PC und dem Internet habe ich nach einer Weile meine Laufsachen angezogen und bin eine kleine Runde von 50 Minuten an der Harbourfront und der Front St. gejoggt. Dabei kam ich auch am Fort York vorbei. Dies ist eine National Historical Site des Landes. Hier habe ich gestern einige guards gesehen, die bestimmt gerade zum "Changing of the Guards" maschiert sind. Um in die Gebaeude zu gelangen erhebt die Provinz eine Gebuehr von $ 8, die ich natuerlich beim Joggen nicht dabei hatte. So bin ich eben von der Bathrust auf die Front St. eingebogen und entlang der Bahngleisen zurueckgelaufen. Auf der anderen Seite der bahngleisen entstehen gerade sehr schoene Wohnhaeuser. Dabei habe ich mir jedoch die Frage gestellt, wer sein Loft direkt neben den Bahngleisen erwirbt.
Auf meinem Weg zurueck bin noch an einem gelben Doppeldeckerbus vorbeigekommen, der gerade vor dem Rogers Centre stand und sehnlichst meinen Besuch erwartet. Ich habe zwischenzeitlich herausgefunden, dass John Lennons bed-in tatsaechlich nur in Amsterdam und Montreal war und nicht, wie diese Tour sagt, im King Edward in Toronto stattfand. Richtig ist jedoch, dass die Beatles bei ihrem ersten Besuch in Toronto dort zu Gast waren.
Zurueck im Hostel war unsere Kueche schon mit Wasser geflutet. Auf einer der Toiletten ist wohl eine Leitung geplatzt. Rien ne va plus! Ich konnte gerade noch mein Maisbroetchen mitnhemen und diese als Mittagessen verschlingen.
Das Wetter war zwar etwas bedeckt an diesem Montag und ich trug sicherheitshalber eine Jacke, doch im Nachhinein haette ich diese getrost zu Hause lassen koennen. Es wurde doch sehr heiss auf meiner Wanderunng. Eigentlich wollte iche in wenig lesen und etwas schaffen, doch dann wollte ich nochmal die Stadt geniessen. Ich wollte nochmal Von der Front St. zur Bloor St. laufen und dabei das feeling der Stadt aufsaugen. Es tut mir schon sehr leid bald nicht mehr den CN-Tower beim  Joggen sehen zu koennen oder die Brise des Lake Ontario zu spuehren. Irgendwie moechte ich doch noch bleiben, doch dies ist doch voellig normal. Moechte man nicht immer dort bleiben, wo es einem so gut gefaellt? Wer weiss wo mich meine Wege hinfuehren und man soll  nie nie sagen. Zunaechst einmal stehen nun jedoch neue Aufgaben in meinem Leben an und dies gilt es schliesslich auch erstmal zu meistern.
Beim Schlendern durch die Strassen Torontos habe ich noch in den ein oder anderen Geschaeften gestoebert. Auch habe ich auf den Plakaten einige Ereignisse gesehen, die ich gerne noch mitnehmen wuerde. So kommen N.E.R.D. und die Pet Shop Boys am Sonntag. Das waere sicherlich ein gelungener Abschluss meiner Reisezeit. Die Karte fuer Bill Clinton am Samstag habe ich mir schon eingekauft. Ich hatte die Wahl zwischen Football schauen oder Bill Clinton zuhoeren. Ich habe mich fuer Bill entschieden. Mal sehen,  ob sich Bill auszaehlt. Ich ueberlege es mir mit dem Festival noch ein bisschen und werde es in den naechsten tagen entscheiden.
Meinen Tagesausflug habe ich bei Nofrills beendet und viele Lebensmittel mitgenommen. Unguenstigerweise habe ich jedoch nur eien Teute mitgenommen gehabt, sodass ich staendig bedenken hatte, dass diese reissen koennte. Es ging gerade nochmal gut, aber dadurch, dass ich die Tuete auf den Armen tragen musste, habe ich eine halbe Stunde gebraucht udn war doch zimlich muede danach. DIe Kueche war immer noch geschlossen, doch weningstens konnte ich meine Milch und die frischen Sachen in den Kuehlschrank packen.
Zurueck auf meinem Zimmer habe ich Tony getroffen. Sie ist aus Neuseeland und hatte in der Nacht fuerchterlich gebrochen. Die Pubtour kam ihr wohl zum Hals heraus. Ihre englische Freundinw ar auch sehr nett und wir haben eine Dreiviertelstunde ein wenig erzaehlt. Es war ein sehr nettes Gespraech. Sie haben die meiste Zeit ihrer Reise in den USA verbracht und werden morgen zu den Niagara Falls weiterfahren.
Um kurz vor 8pm war die Kueche wieder geoeffnet und ich habe mir meine Nudeln gemacht. Ich weiss nicht, ob meine Portionen wirklich so unfassbar gross sind, doch alle Leute staunen immer, wie ich soviel davon essen koenne. Ein Englaender wollte gar mit mir Wetten, dass ich es nicht schaffen wuerde. Ich habe es jedoch wie immer sicher geschafft und bin nach ein wenig Zeit vor dem Fernseher, muede in mein Bett gefallen.
Am Dienstag werde ich mich hoffentlich nochmal mit Lucy treffen und mich von ihr verabschieden koennen und abends mit Salina ins Kino gehen. "Inglorious Bastards" gibt es fuer uns im Rainbow cinema fuer $ 4, weil "Toonie Tuesday" ist. Ich hole Salina um 5.30pm bei MEC ab.
Ich wuensche euch einen schoenen Dienstag. Erholt euch gut, denn bald bin ich wieder da.

Euer

Bjoern
By Björn
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